Typischer Anwendungsfall

Fertigungsaufträge automatisch buchen

Rückmeldungen, Materialbuchungen und Lagerbestand laufen ohne Laufzettel ins ERP – direkt aus der Werkhalle

Maschinenraum-Detail in Schwarzweiß mit orangefarbenem Ventilrad.

So sieht es im Alltag aus

Ein kleiner Fertigungsbetrieb, Donnerstag, kurz nach Feierabend in der Halle. An der Säge hängt ein Klemmbrett mit Laufzetteln: welcher Auftrag, wie viele Stück, wer, wann. Morgen früh trägt jemand im Büro alles ins ERP nach – wenn nichts dazwischenkommt.

Bis dahin stimmt im System nichts: Der Fertigungsauftrag steht auf „offen“, obwohl er fertig ist. Der Lagerbestand kennt die Materialentnahme noch nicht. Und wenn ein Kunde anruft und nach seinem Auftrag fragt, geht jemand in die Halle und schaut nach – auf dem Klemmbrett.

Rechne einmal selbst*

Angenommen, es laufen 20 Fertigungsaufträge pro Woche durch den Betrieb und das Nachbuchen kostet je Rückmeldung rund fünf Minuten – plus eine Stunde pro Woche für Rückfragen und Korrekturen, weil ein Zettel fehlt oder eine Zahl nicht lesbar ist. Das sind gut 11 Stunden im Monat. Bei einem internen Stundensatz von 35 € macht das rund 385 € im Monat oder etwa 4.600 € im Jahr* – für das Übertragen von Zahlen, die längst erfasst waren.

Was eine Automatisierung hier typischerweise verbindet

  • Rückmeldung an der Maschine: Auftrag wählen oder scannen, Menge und Zeit eintragen – per Tablet oder Terminal
  • Automatische Buchung der Rückmeldung ins ERP oder die Warenwirtschaft, per Schnittstelle oder Importdatei
  • Materialentnahme und Lagerbestand werden im selben Schritt fortgeschrieben
  • Tagesübersicht für Arbeitsvorbereitung und Büro: was fertig ist, was hakt, was morgen ansteht

Häufige Fragen zu diesem Anwendungsfall

Wie lassen sich Fertigungsaufträge automatisiert buchen?

Die Rückmeldung – Auftrag, gefertigte Menge, Zeit – wird direkt an der Maschine über ein Tablet oder Terminal erfasst und läuft von dort per Schnittstelle in dein ERP oder deine Warenwirtschaft. Hat das System keine offene API, geht es oft über dessen Importfunktion. Der Zettel und das abendliche Nachbuchen im Büro entfallen.

Funktioniert das mit unserem ERP oder unserer Warenwirtschaft?

Das lässt sich nicht pauschal zusagen – deshalb wird es im Erstgespräch als Erstes geprüft. Viele Systeme bieten eine Schnittstelle oder nehmen strukturierte Dateien an. Ein Wechsel des ERP ist ausdrücklich kein Ziel: Takelwerk baut die Brücke zu dem, was da ist.

Was passiert mit Materialbuchungen und Lagerbestand?

Beides hängt an derselben Rückmeldung. Wird ein Auftrag als gefertigt gemeldet, kann der Ablauf die hinterlegte Materialentnahme buchen und den Lagerbestand fortschreiben – nach den Regeln, die dein System dafür vorsieht. Der Bestand stimmt dann nicht erst nach dem Wochenend-Nachtrag, sondern am selben Tag.

Müssen die Kollegen in der Werkhalle dafür am PC arbeiten?

Nein. Die Rückmeldung ist bewusst kurz gehalten: Auftrag wählen oder scannen, Menge eintragen, bestätigen. Das funktioniert auf einem Tablet neben der Maschine oder einem gemeinsamen Terminal. Wer einen Laufzettel ausfüllen kann, kann auch das.